<![CDATA[wahl11.de FANBLOG]]> http://www.wahl11.de Fri, 30 Jul 2010 21:42:25 +0200 Zend_Feed http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss <![CDATA[Die acht Hände einer ähm einer Krake]]> http://www.wahl11.de/fanblog/die-acht-haende-einer-aehm-einer-krake Ich möchte mein Leben nicht in die Hände einer ähm einer Krake legen. So Kahn auf Frau Müller-Hohensteins Frage, ob Krakens Paul Vorhersagen ernst zu nehmen seien. Die Holländer hatten derweil Pauls Bruder Otto auf den Grill gelegt. Schmarrn sagte Kahn, nee Tintenfisch. Gott hab ihn selig. Wer ist Gott? Maradona.

Orakelkrake Paul hat wieder Recht behalten, sein Marktwert steigt. Er kriegt jetzt viele neue Jobs, die uns weitere wichtige Fragen beantworten werden wie: Wird Jogi Löw den Bundesverdienstorden annehmen?

Ein WM-Finale ist immer ein Spektakel. Schon vor dem Anpfiff ein Riesenbrimborium. Ein lächelnder Cannavaro brachte einen Koffer, einen fragwürdigen Koffer, wie Kahn urteilte, stellte diesen auf einem Podest ab, öffnete den Kofferdeckel und heraus flogen keine weißen Tauben, sondern, was wir in diesem Moment schon ahnten, aus dem Pokalkoffer kam der Kofferpokal aus 18karätigem Gold. Der Pokal wurde zu einem weiteren Podest getragen, von wo sich Cannavaro vom Pokal mit Abschiedskuss trennte. Dann Alarm, ein Zuschauer rannte auf den Pokal zu. Doch ehe der Pokal zusammen mit dem Mann hätte verschwinden können, wurde der Pokal wieder verpackt, Koffer und Zuschauer wurden hinausgetragen und getrennt von einander im Innern der Soccercity aufbewahrt.

Zweieinhalb Stunden später tauchte der Pokal wieder auf. Er stand wieder auf einem Podest neben einer Reihe Prominenter aus Königlichen, Politischen, Sportlichen und Offiziellen.

Das Ottokrakenopfer hatte Holland nicht geholfen. Sechs Spiele sechs Siege verloren gegen die, die gegen die Schweiz verloren haben. Oder wie Maradona sagen würde, wir haben gegen die verloren, die die besiegt haben, die gegen Holland gewonnen haben. Genau. Ergebnisfußball verlor gegen Erlebnisfußball. Das adrette Prinzenpaar gegen die galante Königin. Nike gegen Adidas. Und kein Holländer, der am Schluss noch auf der Ersatzbank saß, hat eine gelbe Karte bekommen.

Béla Réthy hatte die gelben Karten gezählt, versetzungsgefährdende Halbzeitzeugnisse ausgestellt, einen Zermürbungskampf gesehen und die Verlängerung gerochen. In dieser Verlängerung schoss Iniesta das Befreiungstor. Kurz nach der achten gelben Karte für Holland wegen Fouls an Iniesta, immer wieder Iniesta, der mittlere Läufer der Spanier.

Die Spanier siegten verdient und die Holländer verloren schlecht. Sie redeten auf den Schiedsrichter ein, als könnte eine WM umentschieden werden.

Der Pokal musste noch auf seinem Podest stehen bleiben, bis die Medaillen um die Hälse der Schiedsrichter, der Holländer und Spanier gehängt worden waren. Dann war es soweit, Casillas durfte den Pokal nach alter Tradition hochhalten und an seine Mitspieler weiterreichen. Die Party begann, Spanien ist zum ersten Mal Weltmeister geworden und der Pokal verschwand wieder auf dem Platz zwischen den Pressefotografen. Die Fernsehkameras zeigten uns einen Haufen Fotokameras, die sich gegenseitig abfotografierten. Sie zeigten uns aber auch einen Puyol mit Katalanenflagge. Einheit und Frieden für Spanien.

Dieser Text erscheint am 13. Juli 2010

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Mon, 12 Jul 2010 10:05:41 +0200
<![CDATA[Die Doppel-6 und 4-4-3]]> http://www.wahl11.de/fanblog/die-doppel-6-und-4-4-3 PROMIWAHL WENDELIN BOTTLÄNDER

Der Fotograf Wendelin Bottländer, unser Promiwähler fürs kleine Finale, hat für uns und für euch die folgende Mannschaft aufgestellt:

Heinz Simmet, die erste Doppel-6 der Bundesliga, ermöglicht ein 4-4-3 Spielsystem.

Wendelin Bottländer ist Fußballexperte und Fußballphilosoph und hat die Erlaubnis bekommen, eine nicht wählbare dafür aber historische Aufstellung zu machen.

Wendelin Bottländer in Bild und Ton.

Aufgrund seiner langjährigen Fußballerfahrung könnte Wendelin das Amt des Bundestrainers, falls die Stelle mal wieder vakant wird, übernehmen und sogar mit seinem Fotografenberuf verbinden.

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Thu, 08 Jul 2010 11:51:13 +0200
<![CDATA[Vor dem Spiel ist nicht nach dem Spiel]]> http://www.wahl11.de/fanblog/vor-dem-spiel-ist-nicht-nach-dem-spiel Schreib ich für Spanien und bin ich für Deutschland, kann ich nur gewinnen. Vor mir sitzt ein Huth-T-Shirt. Huuuuuuuth in zweimal schwarz, zweimal rot, zweimal gelb mit 42 Us. Was macht eigentlich Robert Huth?

Wir erfahren, dass Günter Netzer gerade zum letzten Mal ein Spiel der Deutschen anmoderiert und wir sehen den Ausschnitt eines Fußballspiels mit Netzer gegen Del Bosque. Gleich spielt Löw gegen Del Bosque. Und Löw spielt nach dem Achtelfinale um den Einzug ins achte Finale. Ob Huth Huth Huth dabei helfen könnte?

Zu Beginn des Spiels herrscht noch Unruhe, da werden SMSe verschickt, Zeugnisse besprochen, Grillfleisch verspeist und in Durban rennt ein Zuschauer auf den Platz. In der 8. Minute krieg ich Besuch von zwei mir gut bekannten Damen aus Stuttgart, denen ich berichte, dass Villa gerade aufs deutsche Tor geschossen hat, aber dort stünde ja ein Neuer. Ich behaupte auch, dass die Spanier besser spielen als die Deutschen und der Kommentator bestärkt mich, die Spanier seien gewohnt, das Mittelfeld zu beherrschen. Also beherrschen sie es auch.

Immer wieder fällt das Wort Picke, gemeint sind der Abwehrspieler Gerard Piqué, die Schusstechnik der mit der Pike geschossenen, und das, was man von der Pike auf in Barcelonas Jugend lernt.

Kurz vor der Halbzeit kommt deutscher Schwung ins Spiel und als Boateng den Ball verteidigt, ruft’s: So spielt Charlottenburg! Im Tor spielt Gelsenkirchen und davor spielt Barcelona. Halbzeit.

Die Kids spielen ihr Halbzeitmatch mit genau den Torwarthandschuhen, die sie öfter mal als Riesentorwarthandschuhschatten ins Bild hinein gehalten hatten, so als wollten sie sagen, der Torwart ist unser wichtigster Mann.

In der 58. Minute springen die spanischen Ersatzspieler von der Ersatzbank und verschränken die hochgeworfenen Hände hinterm Kopf. Pedro hat geschossen und Neuer war in dieser Szene der wichtigste Mann.

In der 73. Minute kommt die erste lange Ecke auf Puyols Kopf, ein Neuer im Tor, der Ball auch.

Torres kommt für Villa, Gomez für Khedira. Super-Pedro, der junge Wilde, kommt noch mal vor Neuer. Es fällt kein weiteres Tor und die Partie ist nicht mehr gekippt, weil auch Casillas ein wichtiger Mann ist. Die jungen Wilden aus Deutschland verlieren. Spanien ist im Finale.

Ein Kamera-UFO senkt sich von oben aufs Spielfeld und liefert uns Bilder von jubelnden Spaniern, einem tröstenden Torres und einem Schweinsteiger am Boden. Iniesta tauscht das Schweinsteiger-Trikot mit dem seinen, Puyol und Lahm verschwinden im eigenen Trikot in die Kabine.

Das Huuuuuuuth-T-Shirt ist verschwunden, die beiden Damen aus Stuttgart und die meisten anderen auch. Günter Netzer hat sich verabschiedet, kommt zum kleinen Finale aber doch noch mal, und in kleiner Runde wird vorgeschlagen, dass die Mannschaft Weltmeister werden sollte, die die meisten Tore bei einer WM schießt. Aber eine solche Regeländerung wird sich bis Sonntag nicht mehr durchsetzen lassen.

Egal wer am Sonntag in Soccer City gewinnt, wir kriegen einen ganz neuen Weltmeister.

Dieser Text erscheint am 9. Juli 2010

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Thu, 08 Jul 2010 11:17:24 +0200
<![CDATA[Wer rasiert verliert]]> http://www.wahl11.de/fanblog/wer-rasiert-verliert Rigoletti nicht aus Südafrika Teil 6 mit ohne Spielsimulation, aber mit der ultimativen Prognose für gegen Spanien:

Wer rasiert verliert.

Henrik Barth von radioeins hat seine Wahl doch noch rüber gemailt

Henrik Barth privat

hier gehts zur Wahlkabine

und hier zum Seitensprung in die Gruppe H, weil Rigoletti nämlich die WM auch vertextet für die junge Welt. Noch im Rennen ist Spanien...

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Mon, 05 Jul 2010 16:02:14 +0200
<![CDATA[Entführt von Maradona]]> http://www.wahl11.de/fanblog/entfuehrt-von-maradona Das Viertelfinale Paraguay - Spanien steht unter dem Eindruck des 4:0 der deutschen Mannschaft gegen Argentinien. Während im Hintergrund schon wieder Hymne gesungen bzw. nicht gesungen wird und Torsten mutmaßt, dass am fehlenden Hymnentext der Spanier Franco schuld sei, gehen wir davon aus, dass Spanien der nächste Gegner der Deutschen sein wird. Und so kommt es ja auch. Die Höhepunkte des Hintergrundspiels sind ein nicht gegebenes Tor von Valdez, drei Elfmeter und Villas fünftes WM-Tor zum 0:1 Sieg der Spanier.

Der Höhepunkt im Vordergrund ist Susan aus Bautzen, die 1982 als 14jährige in Maradona verliebt war. Der war so süß, der Diego! Susan, die damals von ihrer Westverwandtschaft mit Hanuta-Bildchen versorgt worden war, schrieb an Friedrich Musalek, dem Vertrieb der Bildchen, und diesen Namen wird sie vergessen, einen Brief für Maradona. Sie wollte entführt werden. Maradona sollte kommen und sie aus der DDR rausholen. Und um ihm die Sache zu erleichtern, hat sie sogar spanisch gelernt. Aber Maradona ist nicht nur nicht gekommen, sondern hat auch nie geantwortet. Geantwortet hat Friedrich Musalek mit einem Riesenzeitungsausschnitt von Maradona bei Barca.

Dass Maradona nicht gekommen ist, war sein Schicksal, denn sein Leben wäre vollkommen anders verlaufen. Maradona könnte heute ganz regulär Trainer der argentinischen Mannschaft oder sogar Jogi Löw sein, davon ist Susan überzeugt. Und heute würde sie sich eher von Philipp Lahm entführen lassen oder von einem langhaarigen Argentinier. Von Demichelis? Nee, vom Torwart.

Dieser Text erscheint am 5. Juli 2010

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Sun, 04 Jul 2010 20:21:47 +0200
<![CDATA[Alarm in Herzogenaurach]]> http://www.wahl11.de/fanblog/alarm-in-herzogenaurach Es spielt Spanien gegen Portugal oder Ballzirkulation gegen Abwehrkunst oder der Glanz von Wien gegen den kleinen Nachbarn, Villa gegen Ronaldo, Glanz gegen Gloria oder einfach nur Adidas gegen Nike.

Adidas spielt gut und schießt sich als Jabulani mit sich selbst an Villas Fuß aufs portugiesische Tor. Die Bandenwerbung einmal ringsum erscheint in schwarz mit weißen Streifen und weißem Schriftzug, lediglich unterbrochen durch die Worte Cape und Town. Adidas Adidas Adidas. Gelegentlich frohlockt auch VISA VISA VISA von der Bande und anschließend Fly Emirates Fly Emirates Fly Emirates.

Aber wo ist Nike? Ich kann mich nicht erinnern, das Bögelchen im südafrikanischen Stadionrund gesehen zu haben. Dafür haben wir Nike schon vor dem Anpfiff gesehen im längsten Werbespot der Welt. Die Ronaldo-Vorschau mit dem Wunderschuss, der aber im echten Leben in Casillas Armen landet oder an jenem abtropft.

In der 63. Minute geht ein Aufschrei durch die Adidasstadt. Alarm in Herzogenaurach als im Gerangel Llorentes Trikot reißt. Materialermüdung? Llorente wurde doch gerade erst eingewechselt. Die Spanier tragen vier verschiedene Trikotvarianten, eng oder weit als Kurz- oder Langarm. Villa schießt im weiten Kurzarmtrikot das Siegtor. Zerrissen ist das enge Langarmhemd, was den Trikotwechsel ein wenig verlängert, weil sich beim Ausziehen auch der Ärmel verlängert. Das Spiel muss nicht in die Verlängerung. Spanien gewinnt. Adidas ist weiter, Nike auch, aber nur an der Brust der Holländer und Brasilianer.

erscheint am 1. Juli 2010

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Wed, 30 Jun 2010 10:55:28 +0200
<![CDATA[A380 - Der Nachtbus aus Kapstadt]]> http://www.wahl11.de/fanblog/a380-der-nachtbus-aus-kapstadt Rigoletti in Südafrika Teil 5. Diesmal in Begleitung von Bestsellerautor Uli Hannemann vom Airport in Kapstadt. Wer fliegt nach dem Viertelfinale nach Hause?

Gusche hat das Argentinien-Deutschland-Spiel auf der Spielkonsole schon mal gespielt. Wird er auch diesmal Recht behalten?

Hier der Vorbericht.

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Tue, 29 Jun 2010 10:53:47 +0200
<![CDATA[Englands zweite Chance aufs Finale]]> http://www.wahl11.de/fanblog/webb-englands-chance-aufs-finale Achtelfinale Brasilien - Chile

Die Zeremonie vorm WM-Spiel in Südafrika. Der Jabulani-Ball liegt auf einem Podest, aufgespannte Banner, die Flaggen der Nationalmannschaften und die FIFA-Flagge, der Bruder einer quadratischen Nivea-Dose, werden oben drüber getragen und anschließend auf dem Spielfeld drapiert. Teil zwei des Festzugs bilden die Spieler an der Hand von Kindern, die rechts und links am Ballpodest vorbei ziehen, am Ende kommt durch die Mitte die Reihe der Schiedsrichter. Der Chef, man erkennt ihn an der Pfeife, erledigt den Höhepunkt dieser Feierlichkeit und holt den Ball von seinem Thron. Kein anderer macht das mit der gleichen Würde wie Howard Webb aus England.

Der Rest ist klar, Hymnen singen, Mannschaftsfoto, Münzgewerfe, Wimpeltausch, Handgeschüttel, Getrabe und Gespringe, Fußballerkreis, Anpfiff, Tor.

Im Falle dieses Achtelfinales sind es drei Tore, die Webb für Brasilien pfeift. Seine Pfiffe sind stakkatoartig und streng, seine Gebärdensprache eindeutig. Ob er sich ruckartig am Hemd zieht (unerlaubtes am Trikot ziehen) oder sein Arm in höchster Anspannung auf den Mittelpunkt weist (Anstoß Chile), hier kommen keine Zweifel auf. Auch sein Hüpfer, um dem Ball kein Hindernis zu sein, hat Format.

Als er abpfeift, sagt der Kommentator: Die Brasilianer werden wir noch sehen im Turnier, die Chilenen nicht mehr. Dann sehen wir sie doch noch mal, sie sind enttäuscht, aber protestiert oder geweint wird nicht.

Howard Webb hat eine klare Partie klar geleitet und mit ihm hat England noch Chancen aufs Finale.

Dieser Text erscheint am 30. Juni 2010

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Tue, 29 Jun 2010 10:08:03 +0200
<![CDATA[Wir haben gewonnen]]> http://www.wahl11.de/fanblog/wir-haben-gewonnen 4:2 gegen England und jetzt Schluss mit der Wembley-Rache.

Foto: Brenneisen

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Mon, 28 Jun 2010 10:46:51 +0200
<![CDATA[Besuch bei Tante Käthe]]> http://www.wahl11.de/fanblog/besuch-bei-tante-kaethe Freitag, letzter Gruppenspieltag bei Tante Käthe mit Müller-Hohenstein und Kahn auf der Leinwand im Biergarten mit Stadionwurstgrill und Party. Spanier, Chilenen, Honduraner, Schweizer und Deutsche sind gekommen. Mir gegenüber sitzt ein 4jähriger Chilene im Schweizer-T-Shirt und brüllt Espana, Espana.

Liebe Frau Müller-Hohenstein, säßen Sie jetzt an meiner Statt hier auf der Bierbank, dann könnten Sie Ein Schmelztiegel der Kulturen sagen. Sie aber stehen weit weg am Moderatorenpult neben Oli. Katrin und Oli stehen heute frei, gestern mussten sich alle beide mit beiden Händen auf dem Pult abstützen als könnten die eigenen Beine sie nicht mehr tragen. Was hatten sie bloß gemacht? Und was uns die beiden heute sagen wollen, können wir nicht verstehen, da die laut sprechenden Tante-Käthe-Besucher die Lautsprecher übertönen. Die anwesenden Schweizer verhalten sich neutral.

Vom Schweiz–Honduras-Spiel sehen wir nur einen sich bekreuzigenden Ottmar Hitzfeld. Was hat das zu bedeuten? Wir erfahren es nicht, denn auf der Leinwand laufen sich Spanier und Chilenen warm. Hymne. Die Leinwand-Chilenen singen alle mit, die Leinwand-Spanier beschäftigen sich nicht mit der Frage Mitsingen oder nicht Mitsingen sondern mit der nach der geeigneten Gesichtsart. Ramos wählt den Blick zum Himmel.

In der 10. Minute springen die Tante-Käthe-Chilenen von ihren Bänken, OOUUUH und als Lothar Matthäus auf der Leinwand zu sehen ist, wird gelacht. Casillas trägt einen Schal und brüllt in der 13. Minute seine Abwehr an. Bis zur 25. Minute bleibt’s beim 0:0, dann schießt Villa aus großer Distanz ins Tor. 0:1 für Spanien.

In der 37. Minute sieht Béla Réthy die rote Karte, die dann wieder verschwindet und kurz drauf vorm Gesicht des Chilenen Estrada wieder auftaucht. Und während dieser Verwirrung ist auch noch ein Tor gefallen. 0:2 für Spanien. Béla Réthy spricht sechs Sprachen, auch die Fußballersprache hat er erlernt, aber richtig verstanden hat er sie nicht.

In der Halbzeit wechselt Ballack zu Leverkusen und Frau heute-Journal-Slomka wird der Ton abgedreht und durch Manu Chau ersetzt.

Wiederanpfiff. Die Tante-Käthe-Spanier und –Chilenen nehmen das Fußball-Spiel begeistert mit und handeln parallel noch alle anstehenden privaten Dinge miteinander ab. Es wird gesungen und getanzt wird nicht, zu voll bei Tante Käthe. Als Chile das 1:2 schießt, springen noch viel mehr Leute auf als bei den vorherigen Toren. Die Chilenen wünschen sich Tore, sonst müssen sie schon im Achtelfinale gegen die Brasilianer spielen.

Aber genau so kommt es. Spanien und Chile stehen im Achtelfinale gegen Portugal und Brasilien, für die Schweizer und Honduraner ist die WM vorbei. Und die Schweizer und Honduraner hier müssen jetzt auch noch die Schmach aushalten, dass ihre National-Flaggen in Tante Käthes Galerie der Schande gehisst werden. Zu Moricone-Musik.

Noch immer brutzeln die Stadionwürste, echte grobe Bratwurst, das Bier fließt, die Sonne scheint bei Tag und Nacht und die eviva espana Party geht weiter.

dieser Text erscheint am 28. Juni 2010

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Sat, 26 Jun 2010 15:01:24 +0200
<![CDATA[Stiere Gläser England]]> http://www.wahl11.de/fanblog/stiere-glaeser-england Rigoletti in Südafrika Teil 4.

Der Stier in Südafrika, Europa und weltweit. Ein Gespräch mit Autor, DJ und Blogger Andreas Gläser und Vorspiel gegen England. wahl11 hat bisher alle Spielausgänge richtig vorhergesagt. Auch das Achtelfinale Deutschland - England?

Die Wahl läuft noch bis Sonntag 27. Juni 2010 16:00 (Anpfiff!).

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Fri, 25 Jun 2010 09:14:32 +0200
<![CDATA[LÖ-W 608]]> http://www.wahl11.de/fanblog/loe-w-608 Gefunden in Löws Heimatdorf Schönau im Landkreis Lörrach.

Wem gehört der Bundestrainer?

Von unserem Außenautofotograf Rolf Miller, unterwegs auf den Straßen der Republik.

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Wed, 23 Jun 2010 12:02:43 +0200
<![CDATA[Wenns kracht nochn Meter]]> http://www.wahl11.de/fanblog/wenns-kracht-nochn-meter Montag. Der Start in den zweiten Spieltag der Gruppe H wird eingerahmt von Katrin Müller-Hohenstein und Oliver Kahn. Frau Müller-Hohenstein, die für starke Metaphern bekannt ist, kommentiert das soeben zu Ende gespielte 7:0 der Portugiesen mit einem Mein lieber Herr Gerichtsvollzieher. Wie wär’s mit Wenn’s kracht nochn Meter für ein ordentliches Foul oder Da erschallen die Posaunen des jüngsten Gerichts wenn der Schiedsrichter ein solches mit einer Karte bestraft? Ich hätte da einen Literaturtipp! Herr Peter Handke hat in seinem Sprechstück Weissagung alle Allegorien versammelt - ein unerschöpfliches Repertoire. Und der große Deutsche Handke ist ein großer Freund der Serben. Jetzt bin ich in die Gruppe D gerutscht. Entschuldigung

Die Chilenen und Schweizer haben sich zur Singreihe aufgestellt, davor steht eine Reihe kleiner Südafrikaner. Zehn kleine Jägermeister.

Ich sitze im Zelt des WM-Dorfs von Ars Vini im Prenzlauer Berg. Links von mir die Leinwand, rechts der Gehweg.

Nach zehn Spielminuten hat Benaglio schon einige flatternde Bälle gehalten. In der 20. Minute fällt der Strom aus. Der Ton ist zuerst wieder da und wir hören von Béla Réthy, dass irgendwers Bruder mal Außenminister war. Das wirft Fragen auf. War von einem Spieler die Rede? Jeder muss nun selbst erahnen, ob wohl der Bruder eines Chilenen oder eher der Bruder eines Schweizers mal Außenminister gewesen ist. Auch das eingeblendete Foto von Béla Réthy wirft Fragen auf. Hat er innerhalb der Redaktion eine Wette verloren?

In der 31. Minute gibt’s die rote Karte für den Schweizer 11er für einen Schlag auf den Zwölfer. Frau Müller-Hohenstein ist die einzige Person, die diese Karte in der Halbzeitbesprechung mit Da kann er ja Theater spielen bis Weihnachten ist verteidigt.

Bis zur 75. Minute hat Benaglio alle Bälle gehalten. Doch dann gewinnt Chile mit 1:0.

Orts- und Senderwechsel. Alois S, Jürgen Klopp und Günter Jauch. Dazu das Bier der Woche und Spanien gegen Honduras.

Wir erfreuen uns an den Trikot-Aufdrucken Guevara oder Welcome und am Honoratiorenschwäbisch eines Jürgen Klinsmann. Die Honduraner erfreuen sich eher nicht, denn schon in der 6. Minute trifft Villa die Latte und in der 17. Minute mitten hinein ins Tor.

Torres fasst sich nach zwei vergebenen Torchancen ins abgeschnittene Haar und ich frage mich, ob es innerhalb der Fußballstarwelt noch untätowierte Arme gibt. Zeigt her eure Arme! Ramos wischt sich mit seinem Handgelenktattoo die Stirn und Villas Tattoo ist gar nicht zu sehen. Er hat sich so tätowieren lassen, dass man es nicht sieht, so wie es Schminke gibt, die man nicht sieht. David Villa ist tätowiert und geschminkt. Die Spanier wollen ja schließlich schön Fußball spielen.

In der Halbzeitpause in Frankfurt zeigen uns Kloppo und Jauch ausrastende spanische Fans. Hier herinnen in der Tapas-Bar im Prenzlauer Berg gibt man sich zurückhaltend.

Wiederanpfiff. 51. Minute Villa 2:0. 52. Minute Ramos 2:0. 53. Minute Navas 2:0. 62. Minute Elfmeter 2:0. Dann kommt Fabregas 2:0. Und Schluss.

Dieser Text erscheint am 22. Juni 2010

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Tue, 22 Jun 2010 12:02:10 +0200
<![CDATA[schwarz/weiß gegen Ghana]]> http://www.wahl11.de/fanblog/schwarz-weiss-gegen-ghana-1 Im Fanblog sagt Grabowski:

Moin Rigoletti, habe an anderer Stelle meine Ghana-Aufstellung durchgegeben. Die Taktik ist klar: Bring "Farbe" ins Spiel. Da die (meine) deutsche Mannschaft (bis auf Weis(!) und Rausch (!!)) nur dunkelhäutig aufläuft und beide Teams in weißen Trikots spielen, ist eine Unterscheidung der Spieler für den Schiedsrichter nicht mehr möglich. Da wir auf Grund glänzender Beziehungen nach "ganz oben" (Beckenbauer) großen Einfluß auf die Schiedsrichternominierung nehmen konnten, fiel die Wahl auf Jimmy Hartwig. Es dürfte wohl klar sein, wem der Treffer zugeschrieben wird, in welchem Tor er auch immer landet.

Und so hat Grabowski gewählt

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Mon, 21 Jun 2010 19:32:40 +0200
<![CDATA[Pebeto - Prenzlauer Berg Township ]]> http://www.wahl11.de/fanblog/pebeto-prenzlauer-berg-township Freunde, es gibt Hoffnung!!

Endspiel - Vorspiel - Rigoletti live aus Südafrika

Unsere Promiwählerin Dr. Julia von dem Knesebeck von bilandia hat wie folgt gewählt

und für jeden Spieler einen Buchtipp:

Neuer: Die Angst des Tormanns beim Elfmeter von Peter Handke

Badstuber: Lausbubengeschichten von Ludwig Thoma

Mertesacker: Gullivers Reisen von Jonathan Swift

Tasci: Der Turm von Uwe Tellkamp

Lahm: Der kleine Hobbit von J.R.R. Tolkien

Schweinsteiger: Strategisches Management und Nachhaltigkeit von Chantal Wagner

Khedira: Die Fußball Matrix von Wolf Biermann

Cacau: Cacau kommt gerade recht von Hanno Herzler

Özil: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins von Milan Kundera

Kroos: Sturm und Drang von Friedrich M. Klinger

Gomez: Don Quijote von Cervantes

Jogi Löw: Alle unsere frühen Schlachten von Javier Marias

HAHOHI Rigoletti

PS: Deutschland - Weltmeister 2010

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Sun, 20 Jun 2010 12:17:47 +0200
<![CDATA[Spaniens Schweizer Uhrwerk]]> http://www.wahl11.de/fanblog/spaniens-schweizer-uhrwerk Der Siegeswille ist den Chilenen schon beim Singen der Hymne von den Lippen abzulesen. 1 Meter 77 große Chilenen spielen gegen 29jährige Honduraner und dazu tragen sie weiße Söckchen über den Stutzen.

Ich befinde mich im WM-Quartier der 11 Freunde und habe mir am Eingang von der Security in die Tasche sehen lassen müssen. Das prangere ich an! Das Vuvuzela-Verbot nicht.

Die Arena ist leer, weil die anderen Fußballfans noch ihre Fähnchen spazieren fahren müssen.

Auf der Brust der Honduraner prangt über der Nummer ein Honduras-Fußball-Logo, das aus der Ferne aussieht wie ein U. Da steht U 20 und U 17. Jugendspieler denk ich, erst bei der U 2 bin ich stutzig geworden.

Während mein Gesprächspartner von den früheren Erfolgen des SV Viktoria Aschaffenburg berichtet, fällt das 0:1 für Chile, die die beste Mannschaft seit 62 haben, kolportiert der Kommentator, und dass die Chilenen Weltmeister werden wollen. Aber die Spanier? Die Europameister wollen doch auch Weltmeister werden!

Der Mann von der Security steht mit dem Rücken zur Leinwand, so kann er uns besser beschützen. Die Arme trägt er locker hängend als Schmuck.

Langsam füllt sich die Arena und kaum hat der Schiedsrichter das erste Spiel abgepfiffen, versucht eine Horde spanischer Jugendlicher die Arena zu stürmen, bleibt aber erst mal im Einlassstau hängen. Dort müssen auch sie die Taschen öffnen bevor sie auf der Tribüne eine rot-gelbe Fankurve bilden dürfen. Jede mit spanischen Wimpeln behängte Person, die rüber zum Bierstand schlendert, wird mit Laola verabschiedet und mit Laola begrüßt. Olé!

Ab und an fällt von der Gegentribüne ein leises Hopp Schwiiz! Es kommt von einer Gruppe Schweizerinnen, die Männer sind noch auf der Arbeit.

Dann die Hymnen. Bisher hatte ich geglaubt, die spanische Hymne habe keinen Text, aber drüben aus der Fankurve kommen gut verständliche Lalalaa-Gesänge herüber.

Der Kommentator erinnert uns an die 12 Lena-Punkte aus Spanien und aus der Schweiz, er metaphert das spanische Spiel zum Schweizer Uhrwerk, schwärmt von der Vielsprachigkeit Senderosens und erwähnt mit keinem Wort, dass der englische Schiedsrichter Webb während der EM Morddrohungen aus Polen bekommen hatte.

Ramos küsst den Ball auf dass er sich in ein wunderschönes Tor verwandele. Halbzeit.

Zur Gruppe der Schweizerinnen haben sich nun auch die Männer gesellt, die Banken haben jetzt geschlossen. Und in der spanischen Fankurve herrscht Hochbetrieb. Der Mann von der Security trägt seine Arme eingehakt in die Gürtelschlaufen, die Hände lässig am Sack, er ist der Mann von der Sackurity.

52.Minute. Es kommt zur ersten Überraschung dieser WM. Ein Überraschungstor, es steht 0:1 für die Schweiz.

Hopp Schwiiz! Hopp Schwiiz! Espana, Espana, Espana!

70.Minute Latte. Es steht 0:1. 75.Minute Pfosten. Es steht 0:1.

Senderos kann nicht mehr vernünftig laufen. Läuft er jetzt unvernünftig? Wie sieht ein Vernunftslauf überhaupt aus?

Die fünf Minuten Nachspielzeit strapazieren das Schweizer Uhrwerk sehr. Hopp Schwiiz! Aus, aus, das Spiel ist aus!

Am 18. Juni 2010 in der jungen Welt.

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Thu, 17 Jun 2010 10:48:13 +0200
<![CDATA[Rigoletti in Südafrika #2]]> http://www.wahl11.de/fanblog/rigoletti-in-suedafrika-2 Gestern bin ich wieder weit gereist. Hier der Vorbericht zum Serbienspiel am Freitag.

TOITOITOI sagt eure Rigoletti

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Tue, 15 Jun 2010 12:34:30 +0200
<![CDATA[Autofähnchen]]> http://www.wahl11.de/fanblog/autofaehnchen Wer sind diese Menschen?

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Tue, 15 Jun 2010 12:27:24 +0200
<![CDATA[Schpanien, Schweiz, Schile und Honduras]]> http://www.wahl11.de/fanblog/wm-text-in-der-jungen-welt WM-Freunde der Gruppe H

Rigoletti schreibt als Marion Pfaus. Und dann wird im vorletzten Abschnitt einfach was weggelassen (Wegdruck), um auch den Sinn wegzunehmen. Seht und lest!

HAHOHI Rigoletti

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Fri, 11 Jun 2010 13:42:32 +0200
<![CDATA[Vorspiel Deutschland - Australien]]> http://www.wahl11.de/fanblog/vorspiel-deutschland-australien wahl11-Grüße aus Pretoria!

HAHOHI Rigoletti

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Fri, 11 Jun 2010 13:35:06 +0200