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Englands zweite Chance aufs Finale

Beitrag von Rigoletti am 29.06.2010 10:08:03

Achtelfinale Brasilien - Chile

Die Zeremonie vorm WM-Spiel in Südafrika. Der Jabulani-Ball liegt auf einem Podest, aufgespannte Banner, die Flaggen der Nationalmannschaften und die FIFA-Flagge, der Bruder einer quadratischen Nivea-Dose, werden oben drüber getragen und anschließend auf dem Spielfeld drapiert. Teil zwei des Festzugs bilden die Spieler an der Hand von Kindern, die rechts und links am Ballpodest vorbei ziehen, am Ende kommt durch die Mitte die Reihe der Schiedsrichter. Der Chef, man erkennt ihn an der Pfeife, erledigt den Höhepunkt dieser Feierlichkeit und holt den Ball von seinem Thron. Kein anderer macht das mit der gleichen Würde wie Howard Webb aus England.

Der Rest ist klar, Hymnen singen, Mannschaftsfoto, Münzgewerfe, Wimpeltausch, Handgeschüttel, Getrabe und Gespringe, Fußballerkreis, Anpfiff, Tor.

Im Falle dieses Achtelfinales sind es drei Tore, die Webb für Brasilien pfeift. Seine Pfiffe sind stakkatoartig und streng, seine Gebärdensprache eindeutig. Ob er sich ruckartig am Hemd zieht (unerlaubtes am Trikot ziehen) oder sein Arm in höchster Anspannung auf den Mittelpunkt weist (Anstoß Chile), hier kommen keine Zweifel auf. Auch sein Hüpfer, um dem Ball kein Hindernis zu sein, hat Format.

Als er abpfeift, sagt der Kommentator: Die Brasilianer werden wir noch sehen im Turnier, die Chilenen nicht mehr. Dann sehen wir sie doch noch mal, sie sind enttäuscht, aber protestiert oder geweint wird nicht.

Howard Webb hat eine klare Partie klar geleitet und mit ihm hat England noch Chancen aufs Finale.

Dieser Text erscheint am 30. Juni 2010

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